Sonntag, 24. Oktober 2010

Sonntag, 24. Oktober 2010

Nach einer mondhellen und sternenklaren Nacht, in welcher wir alle eher schlecht als recht schlafen konnten (so ein Vollmond kann ein Cottage schon ziemlich erleuchten ;)), klingelt uns unser Wecker um 6:00 Uhr aus den Betten.


Alles, was nicht ins Cottage gehört, packen wir in unsere Koffer und sind erstaunt, dass wir doch noch Freigewicht übrig haben. So brauchen wir die Gummistiefel diesmal nicht anziehen und hätten eigentlich noch das eine oder andere shoppen können – zu spät ;)
Ein letztes gemütliches Frühstück und dann heißt es erstmal die Autoscheiben freikratzen. Es war nämlich nicht nur sehr hell draußen, sondern noch viel kälter! Glücklicherweise finden wir einen Eiskratzer im Haus und die beheizbare Frontscheibe kommt nun auch mal zum Einsatz.


Früher als eigentlich geplant verlassen wir unseren Urlaubsort in Richtung Dublin Airport. Unterwegs sind alle Wiesen und Felder vereist, die Luft so klar, dass wir oft kilometerweit sehen können und die Berge zum Anfassen erscheinen. Irgendwie erinnert alles an eine Fahrt zum oder vom Winterurlaub, so könnte Irland also im Winter aussehen.
Die Straßen sind recht frei (es ist ja schließlich Sonntag und fast jeder hier in der Kirche) und so kommen wir gut voran. Einen kurzen Abstecher in einen Dunnes-Store genehmigen wir uns, allerdings nur zum Aufsuchen der geheimen Örtlichkeiten – eingekauft haben wir ja schon alles, was in dem Laden hübsch und erschwinglich war ;)
Die letzten Kilometer vor dem Flughafen gestalten sich etwas schwierig in der Straßenführung, so dass wir plötzlich doch ungewollt durch eine elektronische Mautstelle fahren. Egal, bezahlt Sixt ja.
Recht unproblematisch, so wie eigentlich immer, geht die Abgabe des Autos von statten – hinstellen, kurzer Blick rundherum, fertig. Unterdessen hat der Shuttlebusfahrer schon unsere Koffer verstaut und bringt uns zügig zum Terminal.
Schnell finden wir den für uns zuständigen Kofferschalter, allerdings erfahren wir dort, dass wir vieeeeeeeeeeeeel zu früh dran sind und erst in zwei Stunden einchecken können. Na super, laut Aerlingus soll man in Dublin schon 3 Stunden vor Abflug da sein und nun stehen wir mit allem Gepäck dumm rum. Ein kurzer Keksimbiss stärkt uns erstmal und dann sitzen wir die Zeit ab. Leider funktioniert das mit vielen Schildern groß angekündigte WiFi nicht wirklich, so nutze ich die Zeit für die erste Hälfte des Tagesberichtes. Was fertig ist, braucht zu Hause nicht nachgearbeitet zu werden ;)
Endlich dürfen wir unsere Koffer loswerden. Komischerweise wiegen die an diesem Schalter jetzt 20,3kg, laut unserer Kofferwaage und der Schalterwaage vor 2 Stunden waren es noch 500g weniger. Zum Glück sagt die Dame nix, sonst hätten wir aber auf ein Gegenwiegen am anderen Band bestanden! Wir gehen durch die Sicherheitskontrolle (diesmal ohne Probleme), legen die elendig langen Strecken zum Gate per Laufbändern zurück, schlendern durch diverse Shops und dann ist auch schon fast die Boardingzeit ran. Eine blonde Aerlingusangestellte rollt mit hängenden Mundwinkeln eine Handgepäckkontrollstation heran. Dann streicht sie 4 Koffertags glatt und macht sich auf den Weg – direkt auf uns zu. Brabbelt was von zu dickem Handgepäck und zitiert einen unserer drei Boardkoffer zur Kontrolle. Und siehe da, der Koffer geht nicht ganz bis nach unten in die Kontrollstelle rein, drücken darf man aber nicht (das hätte 100% gepasst!). Männe, als der von uns dreien am besten Englischsprechende, versucht der Dame zu erklären, dass wir mit genau diesem Koffer schon x-mal geflogen sind und das absolut kein Problem war und außerdem in der Reihe hinter uns mindestens jeder zweite Koffer ebenso zu dick bzw. noch wesentlich dicker sei. Blondie ließ sich auf nix ein, macht eins ihrer vier Tags dran und zieht weiter, um noch genau drei weitere Koffer zu suchen (unser zweiter, baugleicher und ebenso dick gepackter Koffer wird von ihr übersehen). Unser Koffer reist also im Flugzeugbauch mit und wir hoffen, ihn noch lebendig und unversehrt wieder zu bekommen. Schließlich packt man ja seinen Boardkoffer nicht so gut und bruchsicher wie einen normalen und in diesem befindet sich zu allem Übel auch die Halloweendeko.
Wir sind ziemlich genervt und gehen an Board, dort beobachten wir, wie einige Passagiere mit Drücken und Schieben ihre definitiv zu dicken Koffer ins Fach zu pressen versuchen. Wahrscheinlich passte Blondie nur unsere Nase nicht, deshalb waren wir eben dran.



Das tolle und fast wolkenlose Wetter lässt auf einen guten und ruhigen Flug hoffen und so war es dann auch, trotz zwischenzeitlicher Turbolenzenankündigung. Ganz sanft landen wir überpünktlich in Düsseldorf, warten dort (und das ist auch nur dort so) megamäßig lange auf die zum Glück alle unversehrten Koffer, essen eine Kleinigkeit bei Mäckes, lösen unser Auto auf dem Parkplatz aus und fahren – diesmal aber auf der rechten Seite ;) – in Richtung Cottage, ähm Heimathaus.
… und irgendwie freuen wir uns schon wieder auf den nächsten Irlandtrip …

280 km (in Irland)

1 Kommentar:

Karin hat gesagt…

Das klingt ja nach einem absolut gelungenen Urlaub! Hm ,irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir im Sommer viel mehr Regen hatten....