Donnerstag, 14. Oktober 2010

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Sehr sehr früh klingelt unser Wecker – um 6:00 im Urlaub aufzustehen geht irgendwie gar nicht… aber unser heutiges Tagesziel liegt weit entfernt und deshalb beißen wir in den sauren Apfel und verlassen unser gemütliches Heim durch den mehr oder weniger dichten Nebel Richtung Nordosten.

Bis Sligo kennt das Auto ja den Weg noch von gestern, natürlich halten wir in Charlestown am Spielplatz wieder an. Ansonsten heißt es flinke Füße und wo der Weg gut ist, wird gerannt – ähm schnell gefahren. Die Iren fahren ja teilweise wie die Teufel, ohne Licht im Dunkeln, überholen bei Gegenverkehr usw., aber wer ein langsames Fahrzeug führt, der macht bereitwillig Platz und fährt auf den Standstreifen, um andere vorbei zu lassen und das finde ich sehr hilfsbereit und fair. Aufpassen müssen die langsamen Autos natürlich, dass sie auf dem Standstreifen nicht die Walker umfahren, die egal zu welcher Tageszeit in Scharen entlang der Schnellstraßen unterwegs sind. Ist ja sehr sportlich und lobenswert, aber ich bezweifle, dass die Abgase der Gesundheit so zuträglich sind ;)


Hinter Sligo fahren wir von unserer Route ab zum Glencar Lough und seinem Wasserfall.
Unterwegs lichtet sich der Nebel teilweise und es sieht richtig interessant aus – mal nicht immer nur blauer Himmel.



Am Aussichtspunkt Wasserfall erwartet uns ein gut ausgebauter Parkplatz mit Toilettenanlagen und Wanderbeschreibung. Laut Bild vermuten wir einen langen Weg, sind aber dann doch nach ein paar Metern schon am recht schönen Wasserfall und auch ruckzuck wieder am Auto.


Die nächste Abweichung von der Route führt nach Mullaghmore. Nette Aussicht auf die Küste und das Classiebawn Castle, ein protziges Schlösschen, welches aber nicht besichtigt werden kann.




Doch unser nächster Stopp erfolgt am sichelförmigen Strand des Ortes – Buddelschippen raus und die obligatorische Burg gebaut. Ich versuche mich in der Zeit am Walken auf dem Strand, mit Gummistiefeln sieht das wahrscheinlich sehr lustig aus ;)



Als die Burg gebaut ist, überkommt uns die Zeitpanik, denn der Weg ist noch weit und der Tag schon recht fortgeschritten. Wir fahren durch Donegal um den Donegal Bay herum und die Gegend wird immer karger. Hinter Killybegs machen wir unser Kekspicknick und blicken auf den Donegal Bay herunter.


Highlight des Tages soll die Besichtigung der Slieve League, der europaweit höchsten Klippen (600m), werden. Ja ihr lest richtig, die höchsten Klippen sind nicht die Cliffs of Moher, wohl aber die bekanntesten und am besten vermarkteten. Gut beschildert ist der Weg dorthin und wir halten auf dem kleinen Parkplatz an. Schilder und auch unser Reiseführer beschreiben den Weg zu den Klippen als eng und gefährlich und wir entscheiden uns, die 1,5km (ca. 30min) lieber zu wandern, das ist gesund und wir nehmen die schönen Aussichten, die sich uns bieten, so richtig auf. Was den Weg allerdings betrifft – so manche Landstraße ist da schmaler und gefährlich-enger als diese. Wir hätten also ruhig mit dem Auto fahren können. Die Klippen sind schon sehr beeindruckend, leider (und das aus meinem Munde) ist der Himmel heute nicht blau und es scheint auch kaum die Sonne, so dass die Fotos zwar sehr geheimnisvoll, aber bei Weitem nicht so schöner rüberkommen *grummel*.
Der Rückweg geht schneller und in 20min sind wir wieder am Auto.








Über Malinbeg und Glencolumbkille geht’s über den Pass nach Ardara und weiter nach Letterkenny unserem Tagesendziel. Die Landschaft wird noch kärger, hügeliger und die Häuser stehen immer vereinzelter. Straße ist eng und erinnert an eine Berg- und Talbahn. Aber auch schöne Nadelwälder sind zu sehen.






So langsam haben wir keine Lust mehr und sind froh, als wir endlich Letterkenny erreichen. Bei Mäkkes kehren wir zum Abendessen ein (nee also das ist ja so nix für uns, hektisch, laut, grell und satt wird man auch nicht wirklich für das Geld) und checken dann gegen 20:00 Uhr in unserer schon im Vorfeld gebuchten B&B ein.


Zimmer ist sauber und ausreichend groß und für eine Nacht geht das schon mal. Wir sind aufs das Frühstück morgen gespannt.

360km

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