Donnerstag, 21. Oktober 2010

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Der tägliche Blick aus dem Fenster – wo bleibt er denn, der angesagte heavy rain? Es ist zwar wolkig, aber trocken. Somit „müssen“ wir wieder vor die Tür und es ist für heute Kultur angesagt ;)
Eine zweistündige Autofahrt durch das Land über kleine Straßen und Ortschaften zum Herz des Landes, nach Clonmacnoise steht uns bevor.

Erster Stopp – der Spielplatz in Dunmore. Man muss ja sagen, im Spielplatzbau machen uns die Iren ganz schön was vor. Der Boden ist mit buntem stoßminderndem Belag belegt, alle Spielgeräte aus Metallrohren und Plastik hergestellt. Spielgeräte für jede Altersgruppe und auch Denkspiele wie
Tic Tac Toe oder eine Lernuhr fehlen nicht. Komplett eingezäunt und oftmals sogar mit Kameras überwacht sind die Plätze absolut sauber und kindersicher und sehen auch einladend und freundlich aus.

Unterwegs sehen wir wieder viele verschiedene Häuserbaustile, meist mit Nebengebäude, das Auto parkt direkt vor der Haustür. Oftmals hat der Garten einen eigenen kleinen Spielplatz… wer was auf sich hält, hat einen riesigen Wintergarten.
Die Landschaft ist auch unterschiedlich, hügelig und oft sieht man friedliche Rinder, Schafe und Pferde auf den endlosen grünen Weiden grasen – klingt nach kitschigem Sonntagabendfilm, ist aber tatsächlich so. Jedenfalls wird die Fahrt nie langweilig, was natürlich auch an den teils recht engen Straßen liegt ;) Diese sind übrigens auch überwiegend in einem guten bis sehr guten Zustand, dafür scheint das Land also Geld zu haben.

Am frühen Nachmittag erreichen wir nun die am Shannon liegende Klostersiedlung „Weide der Söhne von Nos“ in Clonmacnoise, 548 vom Hl. Ciaran gegründet und später immer wieder vergrößert. Hinter dem Eingang (Eintritt Erw. 6€/ Kinder 2€) befindet sich das Museum und wir haben Glück und können direkt einer 20minütigen deutschen Videovorführung über die Entstehung der Anlage beiwohnen.
Dann gehen wir weiter und sehen die bedeutenden Hochkreuze der Anlage, die man zum Schutz in das Innere des Museums gebracht hat und verschiedene Ausgrabungsgegenstände.
Nun treten wir nach draußen und sind beeindruckt von der imposanten Anlage. Außer uns sind vielleicht höchstens 10 andere Besucher dort und teilweise haben wir die ganze Anlage für uns. So wirkt erst alles richtig. Im Sommer, wenn Busweise die Touristen angekarrt werden, wird man dieses Flair vergeblich suchen. Grabstätten, Hochkreuze, Tempelreste, die Kathedrale, der Rundturm… man muss es einfach mit eigenen Augen sehen, beschreiben lässt es sich kaum.















Als wir alles gesehen und fotografiert haben, besuchen wir noch die Touristeninfo, welche in der letzten Woche vor der Winterschließung mit 40% Rabatt lockt, so machen wir noch das eine oder andere Schnäppchen.
Nun treten wir den wieder zweistündigen Rückweg über kleine uns enge Straßen an und erreichen kurz vor der Dunkelheit unser gemütliches Heim.

295km

1 Kommentar:

Karin hat gesagt…

Wir waren ja im Sommer in Irland, allerdings viel südlicher. In Clonmacnoise waren wir allerdings auch - eine wahnsinnig tolle Anlage! Schwarz-weiß-Fotos von hier machen sich auch gut (GsD hat mein Mann erst hier entdeckt, dass man die Kamera auf s-w umschalten kann - er musste dann alles 2mal fotografieren!)
Habt Ihr auch das Flüstertor ausprobiert?